Darum kandidiere ich

In meiner Tätigkeit als freiberufliche Pressereferentin der Diakonie Nürnberger Land/Neumarkt habe ich tagtäglich mit Themen zu tun, für die der Bezirk Mittelfranken zuständig ist.

Die Suchtberatungsstellen sind oft die erste Anlaufstelle für Menschen mit einer Suchtproblematik und deren verzweifelte Angehörige. Hier finden sie kostenlose Unterstützung, Beratung oder es werden ihnen weitergehende Angebote und Therapien vermittelt… Die Suchtberatungsstellen arbeiten eng mit den Bezirkskliniken zusammen. Eine davon ist im Nürnberger Land - die Frankenalbklinik in Engelthal. Hier wird nicht nur Menschen mit Suchtproblematiken professionell geholfen, sondern auch Menschen mit vielen weiteren psychischen Beeinträchtigungen und Erkrankungen.

Wenn wir von Sucht reden, dann denken viele: „Das betrifft mich nicht.“ Aber jede und jeder von uns oder ein uns nahestehender Mensch kann in eine Lebenskrise und in einen Suchtkreislauf geraten: Medikamente, Glücksspiel, Drogen, Alkohol, Essstörungen… Darum liegen mir die Suchtberatungsstellen, die zum Großteil vom Bezirk finanziert werden, und die Bezirkskliniken so am Herzen. Wenn man sich ein Bein bricht, dann geht man zum Arzt. Und wenn die Seele bricht, dann benötige ich dieselbe Unterstützung – in den Beratungsstellen und in den Bezirkskliniken!

Der Bezirk hat auch den Krisendienst Mittelfranken ins Leben gerufen. Hier kann jede und jeder in einer akuten Notlage 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche anrufen und erste Hilfe für die Seele finden – und das auch in mehreren Sprachen. Dass das keine Selbstverständlichkeit ist, erfuhr ich kürzlich, als eine Freundin aus Baden-Württemberg mich verzweifelt anrief und ich die Nummer des Krisendienstes Stuttgart heraussuchen wollte: Den gibt es aber nicht!

80% des 1 Milliarden Euro Haushalts des Bezirks fließen in soziale Aufgaben. Die Aufgabenbereiche reichen von Inklusion durch Schulbegleitende, Fachschulen und Bildungszentren für Sehbehinderte und Hörgeschädigte bis zur Unterstützung von Pflegebedürftigen und alten Menschen sowie Eingliederungshilfen für Menschen mit Behinderung.

Auch wenn der Großteil des Haushalts in wichtige soziale Aufgaben fließt, so sind auch die anderen Bereiche von großer Bedeutung für jede und jeden einzelnen von uns. In unserer heutigen Zeit voller Krisen und Unsicherheiten sind interkulturelle Beziehungen und Austausch unentbehrlich. Denn Klimaerwärmung oder die Verteidigung der Demokratien gegen Autokraten macht nicht vor Ländergrenzen halt. Nur gemeinsam können wir die Aufgaben unserer Zeit bewältigen. Verständigung und Austausch mit anderen Nationen ist daher extrem wichtig. Der Bezirk unterstützt dies durch Regionalpartnerschaften u.a. in Frankreich und Polen. Mir selbst waren und sind interkulturelle Begegnungen und Freundschaften ein großes Anliegen. Der Blick von außen auf uns und von uns nach außen hilft, nicht selbstgefällig zu werden, sondern von anderen zu lernen und sich gegenseitig zu inspirieren.

Darüber hinaus ist der Bezirk für zahlreiche weitere Projekte im Bereich Tourismus, Heimat, Kultur mit zuständig: Das Fränkische Seenland, das Freilichtmuseum in Bad Windsheim, das Jüdische Museum in Schnaittach bei uns im Nürnberger Land…

Ich möchte sehr gerne die weitere Entwicklung des Bezirks aktiv mitgestalten. Und ich will insbesondere im sozialen Bereich all denen eine Stimme geben, die nicht in der Lage sind oder keine Chance dazu haben, selbst ihre Stimme zu erheben.

#darumkandidiereich